Sehr geehrte Damen und Herren,
ich begrüße Sie ganz herzlich zum Neujahrsempfang 2026 und wünsche Ihnen allen ein gutes und gesundes neues Jahr. Ich freue mich, dass Sie hier in unseren Ratssaal gekommen sind, um gemeinsam auf das alte Jahr zurückzublicken und auch zu schauen, was uns in 2026 erwartet.
Viele von Ihnen habe ich bereits persönlich mit Handschlag begrüßt. Es freut mich, dass Sie der Einladung gefolgt sind und damit zeigen, dass Sie sich entweder als Privatperson oder als Repräsentant einer Institution dieser Stadt verbunden fühlen.
Neben den eben schon vorgestellten Musizierenden der Musikschule Lennetal möchte ich ebenso besonders unsere Landtagsabgeordnete der FDP, Frau Angela Freimuth, begrüßen!
Leider nicht anwesend sein, können die Bundestagsabgeordneten Bettina Lugk und Paul Ziemiak, wie auch die Landtagsabgeordneten Inge Blask und Matthias Eggers. Alle lassen ihre allerbesten Grüße ausrichten und bringen ihr großes Bedauern zum Ausdruck. Zu Jahresbeginn häufen sich nicht nur die Termine – Bund und Land wollen auch regiert werden. Dabei wollen wir sie in diesen unsteten Zeiten gerne unterstützen!
Ich heiße Sie herzlich willkommen im Jahr 2026 – hier in Plettenberg, in unserer Stadt, die unser Zuhause, unsere Heimat ist und damit auch Verantwortung und Aufgabe zugleich.
Ein neues Jahr beginnt immer mit zwei Blickrichtungen: zurück auf das, was hinter uns liegt – und nach vorn auf das, was wir gemeinsam gestalten wollen. Beides braucht Ehrlichkeit. Beides braucht Mut. Und beides gelingt am besten, wenn wir es gemeinsam tun.
Einen herzlichen Gruß richte ich jetzt aber vor allem an alle aus dem Ehrenamt, ob jetzt hier im Ratssaal – oder auch allgemein aus unserer Vier-Täler-Stadt. Dieser Abend gehört Ihnen!
Ohne das Ehrenamt ist eine Gesellschaft, eine Gemeinschaft – UNSERE Gemeinschaft nicht vorstellbar! Vielen Dank für Ihr Engagement, das wir hier heute Abend würdigen wollen.
Sehr geehrte Plettenbergerinnen und Plettenberger,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Menschen in der Vier-Täler-Stadt,
vor wenigen Tagen haben wir hinter uns die Tür zu einem sehr ereignisreichen Jahr 2025 geschlossen.
Die Geschehnisse, die Krisen und Probleme in ganz Deutschland, Europa und der Welt haben eher zu- als abgenommen. Tagtäglich lesen, hören und sehen wir in den Nachrichten Dinge, die uns missmutig stimmen – zumal Auswirkungen auch auf unsere Stadt spürbar sind. Doch während wir die Tür zum neuen Jahr 2026 aufstoßen und gespannt sein dürfen, was uns dort erwartet, möchte ich Ihnen Zuversicht mit auf den Weg geben.
So kurios es klingen mag: Dafür möchte ich Sie nochmals mit in das vergangene Jahr nehmen und Ihnen die positiven Entwicklungen in der Stadt Plettenberg aufzeigen. Ja, es war ein turbulentes Jahr. Allerdings kein grundsätzlich negatives.
Das Jahr 2025 begann seitens der Stadtverwaltung Plettenberg mit einer Infoveranstaltung zum Thema „Kommunale Wärmeplanung“ in unserem Ratssaal. Dieser sperrige Begriff sollte Ihnen hier nähergebracht werden, wie auch die Ziele dieses Vorhabens: Eine effizientere, nachhaltigere, sparsamere und bezahlbarere Wärmeversorgung bis spätestens 2045. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich hier direkt informieren und Fragen wurden beantwortet.
2025 war auch ein Wahljahr – Vorgezogene Bundestagswahl im März und Kommunalwahlen im September haben Verantwortung, Mitbestimmung und besonders letztere die Zukunft unserer Stadt in den Mittelpunkt gerückt.
Das Mandat, das Sie mir und dem Rat der Stadt gegeben haben, ist Auftrag und Verpflichtung zugleich: sorgfältig, verantwortungsbewusst und zum Wohle aller zu handeln.
Unsere Stadt entwickelt sich weiter – sichtbar und konkret: durch Sanierungen und Neubauten von Schulen, die wir uns gern erspart hätten und die häufig auch schneller gehen könnten. Niemand macht sich solche Entscheidungen leicht und seien Sie versichert, es ist unser gemeinsamer Anspruch in Rat und Verwaltung, dass alles so schnell wie möglich hinzubekommen. Auch wir sind ungeduldig und würden uns vieles schneller wünschen. Von daher begrüßen wir ausdrücklich die kürzlich in Berlin auf den Weg gebrachten Entscheidungen, um Bauverfahren in Zukunft deutlich schneller gestalten zu können.
Mit dem Februar startete dann das Wahljahr 2025. Wir alle kennen die Ergebnisse der Bundestagswahl vom 23. Februar und dazu müssen an dieser Stelle keine weiteren Worte verloren werden. Was ich Ihnen aber sagen möchte, ist, wie vorbildlich und engagiert das städtische Personal bei der Organisation und Durchführung agiert hat! Gleiches gilt für die Wahl zur Seniorenvertretung Plettenberg und die Kommunalwahlen im September. Eine hervorragende Leistung, für die ich allen Beteiligten ausdrücklich meinen großen Dank ausspreche.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen allen zudem für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken! Sie, die Wählerinnen und Wähler, haben Ihre Stimmen mehrheitlich für mich abgegeben und mir damit eine enorm große Ehre erwiesen, der ich mich von Herzen als würdig erweisen möchte.
Blicken wir aber weiter auf das vergangene Jahr. Ende Februar fand der Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Ohle statt. Ein Bau, der nach Fertigstellung auf der Höhe der Zeit sein wird. Die Größe, die technische Ausstattung und die Arbeitssicherheit für unsere ehrenamtlichen Feuerwehrleute der Löschgruppe Ohle werden damit sichergestellt. Das Richtfest konnte bereits in diesem Oktober stattfinden. Eine großartige Leistung der beteiligten Firmen! Zudem ist dies der Auftakt für den Bau von insgesamt vier Gerätehäusern, um unsere Feuerwehr zukunftssicher zu machen.
Dazu gehörte im Juli auch die Übergabe von drei neuen Einsatzfahrzeugen an unsere Feuerwehr. Ein Einsatzleitwagen ging an die Löschgruppe Holthausen, jeweils ein Löschfahrzeug an die Löschgruppen Ohle und Eiringhausen.
Ein weiterer, sehr positiver Punkt für die Sicherheit in Plettenberg, ist der Ausbau der Sirenen-Infrastruktur. An insgesamt neun Standorten wurden stationäre Sirenen errichtet, zum Großteil aus Fördermitteln finanziert. In diesen Zeiten, mit vielen möglichen Krisenszenarien, ein wichtiger Schritt, um die Bevölkerung zur warnen. Wir hoffen alle, dass dies nie nötig sein wird, aber wir sind gewappnet. Das auch dank der sorgfältigen Arbeit des zuständigen Personals bei unserer Plettenberger Feuerwehr und dem Fachgebiet „Ordnung, Recht, Brandschutz und Rettungswesen“.
Von der Sicherheit nun zur Verkehrssicherheit.
Bereits im Oktober 2024 begannen die Arbeiten zu einem Großprojekt, das wir im Auftrag des Landesbetriebs Straßen.NRW durchgeführt und im Jahr 2025 erfolgreich beendet haben: Die Sanierung der Herscheider Straße. Auch hier möchte ich den Zuständigen in der Stadtverwaltung für Ihre tolle Arbeit ein großes Lob aussprechen! Ob aus dem Bereich „Planen und Bauen“ oder „Ordnung, Recht, Brandschutz und Rettungswesen“, es wurde auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten alles daran gesetzt, dass die Bevölkerung mit möglichst wenigen Einschränkungen zurechtkommen musste. Natürlich gab es viele Staus, gerade im Berufsverkehr, doch eine neue Umleitungsregelung über die Kreisel Oberstadt und Zeppelinstraße brachten enorme Entlastung. Die bauausführende Firma „Hilgenroth“ arbeitete stets zuverlässig und sorgfältig. Im letzten September war die Maßnahme so zum Großteil fertiggestellt. Das Ergebnis lässt sich sehen und sehr angenehm nutzen!
Es wurden seitens der Stadtverwaltung viele Bauprojekte erfolgreich umgesetzt, darunter auch viele kleinere. Hervorheben möchte ich hier noch den Start des Straßenvollausbaus im Bruchweg, auf knapp 400 Metern Länge. Hier hoffen wir ebenfalls auf eine zügige, aber ordentliche Fertigstellung im kommenden Frühjahr.
Das Projekt mit dem derzeit größten Fokus ist wohl die Umgestaltung des Maiplatzes im Zentrum unserer Stadt. Mitte Oktober haben die Arbeiten begonnen und sollen Stand jetzt bis zum Dezember andauern. Auch hier bemüht sich die ausführende Firma Boymann, die Beeinträchtigungen für die Menschen in der Stadt so gering wie möglich zu halten, gerade was die Erreichbarkeit der umliegenden Geschäfte angeht. Es wurde vor dem Eiscafé Sagui begonnen, damit dieses den Betrieb möglichst ungestört nach der Winterpause wieder aufnehmen kann. Bis dato laufen die Arbeiten gut und ich möchte hier an unseren Fragen- und Antwortkatalog auf unserer Internetseite erinnern, wo Sie die Details zu den Bauarbeiten nachlesen können. Dort finden Sie für Nachfragen zudem Kontaktmöglichkeiten, um diese zu stellen.
Uns ist bewusst, dass die Umgestaltung des Maiplatzes sehr differenziert betrachtet wird, am Ende werden wir aber auch durch diese Maßnahme die Innenstadt aufgewertet haben.
Wir bauen in Plettenberg auf die Familie – und wir bauen für die Familie. Das können wir für das Jahr 2025 gleich an mehreren Punkten festmachen.
Anfang April wurde die neue Kita Wasserwunder in Böddinghausen, im alten Hallenbad-Gebäude, von der Betreiberin offiziell eröffnet. Doch davor stand viel Arbeit, bei der Sanierung des Gebäudes und der Herstellung der Einrichtung. Die verantwortlichen Mitarbeitenden bei der Stadtverwaltung, des Baubetriebshofs und der ausführenden Firmen haben auch hier richtig Dampf gemacht, damit die Kinder nicht nur im Gebäude, sondern auch auf der Freifläche lernen, spielen und wachsen können.
Ende April endete die Veranstaltungsreihe „Wir gewinnt!“ der privaten und städtischen Familienzentren Plettenbergs, bei der Eltern und Kinder über mehrere Veranstaltungen hinweg über wichtige Themen informiert wurden. Den Abschluss bildete der „kunterbunte Familiennachmittag“ Mitte Mai unter dem Stephansdachstuhl. Alle Beteiligten haben sich hier enorme Mühe gegeben, die durch eine große Teilnehmerzahl gekrönt wurde.
Ende Mai fand seit sieben Jahren endlich wieder der „Generationen- und Familientag“ im Rathausinnenhof statt. Ein buntes Programm, bei dem sich Kinder und Erwachsene aus unserer Vier-Täler-Stadt gleichermaßen eingebracht haben. Städtische Kitas, gemeinnützige Organisationen, Vereine, Kunstschaffende, Pflegeeinrichtungen, bis hin zu Rettungshunden präsentieren sich der Bevölkerung. Zusammengefasst kann man hier sagen: Das Ehrenamt präsentierte sich in Reinform.
Die Organisation im Hintergrund war enorm, ob von ehrenamtlicher, privater oder städtischer Seite.
Im Juni gab es ein freudiges Jubiläum: 25 Jahre „Plettenberger Runde“! Das Netzwerk besteht unter anderem aus Kindertagesstätten, Familienzentren und Schulen, dem städtischen Jugendamt, örtlichen Beratungsstellen, Hilfseinrichtungen und noch vielen Akteuren mehr – auch hier viele aus dem ehrenamtlichen Bereich!
Mit viel Herzblut unterstützen Sie Kinder, Jugendliche und Familien oder stehen diesen zur Seite. Ohne dieses Engagement wäre unsere Stadt um Einiges ärmer!
Dies gilt auch für das Team unseres Jugendzentrums. Zum Weltkindertag am 20. September wurde erneut ein buntes Familienfest gefeiert. Gemeinsam mit dem Offenen Treff Eschen, dem Burgtreff, zahlreichen Plettenberger Institutionen, Vereinen und einem Kinder-Orgateam wurde erneut eine tolle Veranstaltung angeboten!
An der Geschwister-Scholl-Realschule wurde durch unsere städtische Gebäudewirtschaft erfolgreich die Sanierung des alten Hausmeisterhauses umgesetzt. Es galt – in Kooperation mit der Schule – Räume für Beratungsangebote und Arbeitsplätze für die Lehrkräfte zu schaffen. Das Ergebnis spricht auch hier für sich. Für die gute und zielorientierte Zusammenarbeit zwischen Stadt und Schule möchte ich mich an dieser Stelle bedanken!
Für mich persönlich war auch die Zertifizierung der Kita Himmelmert zur „Naturpark-Kita“ durch den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge Anfang Dezember ein Meilenstein! Durch das ohnehin schon sehr naturnahe Konzept der Kita – mit dem Wald-Kita-Wagen und der Wiesenfläche samt Beeten und Gewächshaus am Waldrand – ist diese Einrichtung äußerst beliebt. Es ist allerdings das Team von Erzieherinnen, das dieses Konzept mit herzlichem Leben füllt! Ihnen ist es zu verdanken, dass der Kita Himmelmert diese tolle Zertifizierung zuteilgeworden ist! Erlauben Sie mir bei dieser Gelegenheit dem gesamten Personal unserer Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in Plettenberg für ihre tagtägliche Arbeit mit vielen Herausforderungen zu danken! Eine Sache, die mich sehr freut, möchte ich in diesem Zusammenhang noch erwähnen: Im Jahr 2025 konnten wir durch die letzten Kita-Eröffnungen erstmals allen Kindern der Stadt einen Kita-Platz anbieten!
Über die jungen und mittleren Generationen wollen wir aber auch die älteren Generationen nicht vergessen.
Im Mai wurde auf Anregung der Seniorenvertretung Plettenberg durch das Sachgebiet „Stadt- und Umweltplanung“ ein Stadtspaziergang angeboten, für den ein reges Interesse vorherrschte. Ob der geplante Zugang zum Böhler Park, die Maiplatzsanierung oder die Kaiserstraße – alle Anwesenden konnten sich informieren lassen, Fragen stellen und eigene Hinweise direkt an die Zuständigen bei der Stadtverwaltung weitergeben.
Die Kooperation zwischen der Seniorenvertretung Plettenberg und der Stadtverwaltung ist hier generell hervorzuheben. Die Seniorenvertretung ist eine wichtige Institution, die wir natürlich unterstützen. Das Seniorenfrühstück; Kaffee, Kuchen und Kino; die regelmäßige Sprechstunde und all die anderen wiederkehrenden Angebote – von Senioren für Senioren – sind ein echtes Pfund. Dazu kommt die Organisation von wichtigen Info-Veranstaltungen, wie „Gefahren für Senioren unterwegs“ oder „Seniorengerechtes Wohnen“. Vielen Dank! Unsere Unterstützung ist Ihnen gewiss!
Wie bereits erwähnt, gab es in diesem Jahr auch Wahlen zur Seniorenvertretung Plettenberg. Hier möchte ich der ehemaligen Vorsitzenden für ihr ehrenamtliches Engagement danken.
Daran anknüpfend möchte ich das Gesundheits- und Pflegenetzwerk Plettenberg-Herscheid lobend erwähnen. Die für Demografie und Integration zuständigen Kolleginnen beider Kommunen haben zuletzt im Dezember den neuen Wegweiser „Gut informiert älter werden“ in überarbeiteter Form auf den Weg gebracht. Dieser konnte mit großzügiger Unterstützung des Lions Hilfswerks Plettenberg in gedruckter Form veröffentlicht werden. Darin enthalten sind wichtige Infos, Ansprechpersonen und Organisationen zu vielen Aspekten der Gesundheit und Pflege im Alter. Natürlich darf so etwas nicht nur digital erscheinen.
Damit kommen wir zu einem Versprechen, das ich Ihnen gegeben habe und das derzeit umgesetzt wird. Das offene Rathaus für Menschen ab 65 Jahren und für Menschen mit Einschränkungen. Momentan planen wir die Verschönerung des Foyers und der Cafeteria in unserem Rathaus. Dies ist bereits der zweite Abschnitt dessen, was ich Ihnen versprochen habe. Also: Der Kaffee beim Warten auf den Termin wird kommen!
Doch es ist auch schon etwas passiert. Seit Dezember können Seniorinnen und Senioren ab 65 und eingeschränkte Menschen direkt persönlich mit ihren Anliegen im Bereich der Bürgerservices ins Rathaus kommen. Dies betrifft beispielsweise Passangelegenheiten, An-, Ab- und Ummeldungen oder Beglaubigungen. Es ist mir sehr wichtig, dass die Digitalisierung bei der Stadt Plettenberg weiter voranschreitet – aber – darüber darf niemand aus der Bürgerschaft hinten runterfallen!
Betonen möchte ich allerdings ebenso deutlich: Bisher wurde auch niemand einfach weggeschickt! Kamen Menschen mit einem Anliegen ins Rathaus, so wurde sich nach den jeweiligen terminlichen Möglichkeiten stets gekümmert! Diese Lanze möchte ich für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Stadt Plettenberg brechen!
Ob in der Kernverwaltung, in den Außenstellen, bei der haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehr, dem städtischen Baubetriebshof oder bei dem städtischen Personal in den Schulen und weiteren Einrichtungen: Sie machen alle einen großartigen Job!
Seit ich das Amt des Bürgermeisters der Stadt Plettenberg angetreten habe, konnte ich aus erster Hand erleben, wie sehr sich das Personal für die Menschen in der Stadt Plettenberg einsetzt! Es sind vielmehr die Gesetze, Regulierungen und Vorgaben von oben, die zügigen oder flexiblen Lösungen mitunter entgegenstehen. Andererseits wollen und müssen wir alle Menschen gleichbehandeln. Dafür braucht es ein Regelwerk, was aber zweifelsohne eine viel zu komplexe Struktur erreicht hat!
Das hier großes Konfliktpotential herrscht, brauche ich Ihnen nicht zu sagen.
Daher möchte ich Ihnen allen heute etwas mit auf den Weg geben: Wenn Sie mit irgendeiner Sache unzufrieden sind, wenn Sie etwas irritiert oder verwundert, sprechen Sie die Zuständigen bei der Stadtverwaltung darauf an! Schreiben Sie eine E-Mail, rufen Sie an oder vereinbaren Sie einen Termin. Wir sind für Sie da!
Erlauben Sie mir nun, an dieser Stelle aber auch noch ein wenig auf das neue Jahr 2026 einzugehen.
Klare Haltung in schwierigen Zeiten
Doch bei aller Bewegung:
Wir stehen auch vor Herausforderungen.
Z.B. die Konsolidierung des städtischen Haushalts, die auch harte und schwierige Entscheidungen bei freiwilligen Leistungen mit sich bringen wird. Die finanzielle Lage der Stadt war vielleicht nie dramatischer. Vor allem Kosten, die von außen auf uns zukommen, wie z.B. die Kreisumlage (Grüße nach Herscheid), schnüren uns regelrecht die Luft zum Atmen ab, aber auch hier sollten wir nicht den Kopf in den Sand stecken. Unser Anspruch muss trotz allem sein, dass wir auch in Zukunft selbstbewusst und selbstbestimmt handeln können. Daran arbeiten wir und dafür werden wir hart arbeiten. In der Verwaltung und gemeinsam mit dem Rat, konstruktiv, wertschätzend und auf Augenhöhe. Miteinander, nicht gegeneinander. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung.
Wir wollen und werden auch die Digitalisierung der Verwaltung weiter vorantreiben – als Chance für uns alle.
Unser Anspruch darf nicht sein, Probleme nur zu verwalten. Unser Anspruch muss ein, Zukunft zu gestalten – mit Sparsamkeit, mit Wirkung, mit Verantwortung. Und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt
Das neue Jahr geht mit einer neuen Baustelle los. Diese ist aber, ähnlich wie die Herscheider Straße, eine wichtige Maßnahme. Es geht um die Ebbetalstraße. Nach Vorgaben des Landesbetriebs Straßen.NRW, geht es hier um den Abschnitt zwischen Oestertalstraße und Ortsausgang Himmelmert. Auf knapp drei Kilometern wird eine Sanierung durchgeführt, bevor diese Arbeiten allerdings starten, sind Kanalarbeiten zu erledigen.
Wenn alles planmäßig läuft, wird die Sanierung des betroffenen Flügels der Geschwister-Scholl-Realschule um Ostern herum in die heiße Phase starten. Moderne Klassen und Raumkonzepte, die Barrierefreiheit und einfach mehr Platz für die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sollen geschaffen werden. Hier arbeiten wir erstmals mit einem Generalunternehmer zusammen, um weniger ausschreiben zu müssen und das Personal der Stadtverwaltung auch organisatorisch zu entlasten.
Natürlich freuen wir uns auch auf die Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Ohle Ende diesen Jahres und den Abschluss des Vollausbaus im Bruchweg.
Ebenfalls im Frühjahr werde ich gemeinsam mit unserem Kämmerer mehrere Online-Gesprächsrunden abhalten. Mit der örtlichen Industrie, dem Gewerbe, dem Handwerk und mit dem Einzelhandel. Mein Ziel ist dabei ein regelmäßiger, möglichst direkter Austausch mit allen Akteuren, um die wirtschaftliche Situation in Plettenberg für alle zu verbessern! Ein Austausch ist dabei keine Einbahnstraße. Was die Stadtverwaltung für Sie tun kann, was ich für Sie tun kann, wird auch getan.
Dazu passend, haben wir übrigens im letzten Juni die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts vorgestellt, die wir in Auftrag gegeben hatten und hoffentlich zu einer Verbesserung der Situation beiträgt. Die Rolle der Stadtverwaltung ist hier allerdings eher eine lenkende und das Herstellen von baulichen Verbesserungen, sofern dies durch uns beeinflussbar ist.
Eins ist sicher: Die Projekte werden uns nicht ausgehen. Die Ideen aber auch nicht.
Natürlich! Es stellt sich bei all diesen Vorhaben auch immer die Frage nach der Finanzierung. Zumal die angespannte Haushaltslage nicht schönzureden ist.
Für manche der genannten Projekte gab oder gibt es Fördermittel, obgleich diese meist nicht auskömmlich sind. In einigen Fällen sind wir zur Umsetzung von Projekten verpflichtet. In anderen Fällen gibt es eine Notwendigkeit bei der Umsetzung. Es gibt aber auch private Investoren und den Bürgerfond oder den Verkauf von Projekten in Teileigentum.
Liebe Plettenbergerinnen und Plettenberger,
das Jahr 2025 war – wie bereits erwähnt - auch ein Jahr der demokratischen Entscheidung.
Mit der Kommunalwahl haben Sie den Rat der Stadt Plettenberg neu zusammengesetzt – und damit Verantwortung verteilt.
Die gewählten Parteien tragen nun eine besondere Verantwortung für den Kurs unserer Stadt. Dieses Ergebnis ist kein Selbstzweck. Es ist ein klarer Auftrag. Es muss ein klarer Auftrag sein: zu Verlässlichkeit und zu einer Politik, die nicht spaltet, sondern verbindet. Dieser Auftrag endet ja nicht bei der Feststellung von Mehrheiten. Er beginnt jetzt erst richtig. Sie die Parteien tragen eine besondere Verantwortung für Stabilität, für Handlungsfähigkeit und für den Kurs unserer Stadt. Die Menschen in Plettenberg erwarten zu Recht, dass aus Wahlergebnissen zügig Gespräche werden, aus Gesprächen Verabredungen und aus Verabredungen Lösungen. Unsere Stadt braucht Aufbruch, Orientierung und Verlässlichkeit. Dieser Verantwortung müssen sich die Parteien nun stellen – offen, konstruktiv und mit dem klaren Willen, gemeinsam tragfähige Wege für Plettenberg zu finden.
Gerade in Zeiten großer Veränderungen – wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch – kommt es darauf an, dass demokratische Kräfte gemeinsam handeln, Unterschiede aushalten und Lösungen finden. Nicht für Parteiprofile oder aus persönlichen Befindlichkeiten oder Profilierungssucht. Sondern für die Menschen in dieser Stadt und für diese Stadt: Unser Zuhause.
Und genau hier setzt mein letzter – eher allgemeiner - Gedanke für diesen Neujahrsempfang an. Denn politische Verantwortung zeigt sich nicht nur in Strukturen und Mehrheiten, sondern auch im gesellschaftlichen Klima, in dem wir Entscheidungen treffen und miteinander Zukunft gestalten.
Wenn wir heute auf unser Land blicken, spüren viele von uns eine Schwere. Als würde uns der Blick nach vorn schwerer fallen als früher. Zweifel haben sich breitgemacht, Vorsicht ist für manche zur Grundhaltung geworden. Begeisterung wird misstrauisch beäugt, Tatkraft oft gebremst, noch bevor sie wirken kann. Statt Neugier dominiert Absicherung, statt Vertrauen das Abwägen.
Wir leben nicht in einfachen Zeiten. Die Herausforderungen sind groß, die Veränderungen tiefgreifend: der Schutz unseres Klimas, der Zusammenhalt unserer Gesellschaft, die Frage nach Gerechtigkeit und Teilhabe, gar nach der Funktionsfähigkeit des Staates. Das alles erleben wir auch wie unter einem Brennglas in unseren Kommunen, auch in unserer Stadt. Doch nicht nur, dass Was beschäftigt uns – sondern auch das Wie. Wie wir miteinander sprechen. Wie wir streiten. Wie wir einander begegnen.
Wenn öffentliche Debatten sich vor allem durch Zuspitzung auszeichnen, wenn Empörung lauter ist als Zuhören, wenn alles nur noch als Krise verhandelt wird, dann entfernt sich das Gemeinsame vom Alltag vieler Menschen. Und genau dort verlieren wir etwas Entscheidendes: Zuversicht. Mut. Vertrauen in den nächsten Schritt.
Dabei ist eines klar: Das Klima in einer Gesellschaft ist keine Nebensache. Es entscheidet darüber, ob Menschen Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen, füreinander einstehen. Wo Hoffnung schwindet, wird Zusammenhalt brüchig. Wo Mut fehlt, bleibt Potenzial ungenutzt. Ein Land, das innerlich resigniert, verliert nicht nur wirtschaftliche Kraft – es verliert an Herz, an Selbstvertrauen, an Zukunft. Auch das gilt 1:1 für unsere Stadt.
Zuversicht lässt sich nicht verordnen. Vertrauen kann man nicht beschließen. Lebensfreude nicht anordnen. Aber all das kann wachsen. Durch Haltung. Durch Respekt. Durch den festen Willen, einander ernst zu nehmen. Durch die Fähigkeit, Probleme klar zu benennen, ohne den Glauben an Lösungen zu verlieren. Durch die Einsicht, dass kritisches Denken und Zukunftsvertrauen keine Gegensätze sind, sondern einander brauchen und bedingen.
Gerade in unseren Städten und Gemeinden sehen wir doch, was möglich ist. Dort, wo Menschen Verantwortung tragen. Wo Nachbarschaft gelebt wird. Wo man füreinander da ist. Dort beginnt Erneuerung nicht mit großen Worten, sondern mit gemeinsamen Schritten. Mit Solidarität, die nicht nur beschworen, sondern praktiziert wird. Mit dem Zutrauen, dass Veränderung gelingen kann.
Unsere Stadt hat diese Kraft. Sie hat Ideen. Sie hat Engagement. Sie hat Herz. Wir dürfen nicht zulassen, dass Skepsis zur Selbstblockade wird und Kritik zur Lähmung. Kritik war immer eine Stärke unserer Demokratie – aber sie entfaltet ihre Kraft nur dort, wo sie von Hoffnung getragen ist.
Lassen Sie uns das neue Jahr nutzen, um den Blick wieder zu heben. Um weniger zu zögern und mehr zuzutrauen. Um nicht in Sorge stehenzubleiben, sondern Perspektiven zu öffnen. Nicht lauter zu werden, sondern zuversichtlicher. Nicht naiv, sondern entschlossen.
Deutschland – und unsere Stadt – haben mehr Zukunft in sich, als wir manchmal glauben. Es liegt an uns, sie wieder sichtbar zu machen, spürbar zu machen, lebendig zu machen und den Glauben daran zuzulassen.
Liebe Plettenbergerinnen und Plettenberger,
wenn wir auf das neue Jahr blicken, dann tun wir das sicher nicht alle mit derselben Leichtigkeit. Viele fragen sich: Wird das Leben wieder einfacher? Bleibt unsere Gesellschaft zusammen, oder werden Hass und Spaltung weiter einen Keil zwischen uns treiben? Werde ich mit meinen Sorgen und Nöten gehört? Behalte ich meinen Job? Diese Fragen sind berechtigt. Und sie verdienen ehrliche Antworten – keine einfachen Schuldzuweisungen.
Unsere Demokratie zeigt sich eben nicht nur in Parlamenten oder an Wahlsonntagen. Sie zeigt sich hier bei uns, in unserer Stadt: auf dem Schulhof, im Betrieb, im Ehrenamt, auf dem Marktplatz, in der Nachbarschaft. Sie zeigt sich darin, ob Menschen das Gefühl haben, dazuzugehören – oder ob sie sich allein gelassen fühlen.
Zu oft wird heute von der „Mitte“ gesprochen, ohne zu sagen, wofür sie steht oder wer eigentlich gemeint ist. Diese Leerstelle füllen andere mit Lautstärke, mit Angst und mit dem Versprechen von Ausgrenzung. Sie sagen: Wenn wir weniger Vielfalt zulassen, uns abgrenzen, wird alles wieder gut, alles wieder wie früher. Aber das ist ein Trugschluss. Das wird nicht passieren. Demokratie und Zukunft leben von Veränderung. Von Gestaltung. Von Zuversicht. Von dem Glauben an uns selbst, dass wir als Gemeinschaft alles erreichen können – und zwar auf der Basis unseres wunderbaren Grundgesetzes. Spaltung schafft keine Sicherheit. Misstrauen schafft keine Zukunft.
Unsere Antwort darauf ist eine andere. Unsere Antwort heißt Zusammenhalt. Nicht als schönes Wort, sondern als gelebte Haltung. Zusammenhalt heißt: Wir lassen niemanden fallen – auch dann nicht, wenn Wege steinig werden. Zusammenhalt heißt: Wir hören zu, auch wenn Meinungen unterschiedlich sind. Und Zusammenhalt heißt: Solidarität ist keine Schwäche, sondern die größte Stärke einer demokratischen Gesellschaft. Es bedeutet Freundlichkeit, Höflichkeit und vor allem gegenseitigen Respekt.
Ich bin fest davon überzeugt: Die Menschen in unserer Stadt wollen keine Politik des Gegeneinanders. Sie wollen Lösungen. Sie wollen Respekt. Sie wollen eine Perspektive für sich und ihre Kinder. Genau dafür steht unsere Demokratie, eine Demokratie, die schützt, die Chancen eröffnet und die niemanden aufgibt.
Wenn wir den Mut haben, unsere Demokratie mit Sinn zu füllen – mit Würde, mit Gerechtigkeit und mit einem klaren Blick nach vorn –, dann wächst aus Verunsicherung neue Zuversicht. Dann wird aus Rückzug neue Verantwortung. Und dann bleibt unser Gemeinwesen stark, weil es getragen wird von Menschen, die füreinander einstehen.
Am Ende ist es unsere Stadt, unser Zuhause, unsere Nachbarschaft, sind es unsere Stadtteile, unsere Straßen, – hier beginnt Demokratie. Hier zählt jede Stimme, jedes Engagement, jede Idee, die wir gemeinsam voranbringen. Wenn Nachbarinnen und Nachbarn Verantwortung übernehmen, wenn Plettenbergerinnen und Plettenberger als Ratsleute Verantwortung übernehmen, wenn Ehrenamtler Verantwortung übernehmen, sich einbringen und füreinander einstehen, entsteht doch erst der Zusammenhalt, der uns stark macht. Mut und Solidarität werden hier nicht nur gesagt, sie werden gelebt – in jedem Projekt, in jedem Gespräch, in jedem kleinen Moment des Miteinanders. Lassen Sie uns diese Kraft nutzen, um gemeinsam unsere Stadt und unsere Zukunft zu gestalten.
Lassen Sie uns dieses neue Jahr gemeinsam beginnen: mit offenem Herzen, mit klarer Haltung und mit dem festen Vertrauen, dass unsere Stadt, unser Land und unsere Demokratie genau davon leben: dass wir solidarisch sind. Dass wir zusammenhalten. Und dass wir die Zukunft nicht den Lautesten überlassen, sondern gemeinsam gestalten.
Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen, Ihr Engagement und Ihre Verbundenheit mit unserer Stadt.
Nun habe ich Ihre Zeit und Aufmerksamkeit mehr als genug in Anspruch genommen. Bevor wir gleich zur Verleihung des Heimat-Preises kommen und damit das so wichtige Ehrenamt in der Vier-Täler-Stadt würdigen:
Lassen Sie mich meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass Plettenberg sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten durch all die absehbaren und nicht absehbaren Unwägbarkeiten manövriert. Dass alle hier an einem Strang ziehen, damit Plettenberg auch in schlechten Zeiten möglichst gut dasteht.
Dafür werde ich all meine Kraft und mein Wissen einsetzen und bitte um Ihre Unterstützung! Vielen Dank!
Nun genießen wir erneut ein Stück, das die Musikschule Lennetal für uns bereithält, bevor wir dann zur Verleihung des Heimat-Preises der Stadt Plettenberg kommen.
Nach einer Musikeinlage ging es weiter:
Vielen Dank an die Musikschule Lennetal! Sandra Fricke (Alt- und Tenor-Saxophon), Björn Heimann (Klavier), Sebastian Hoffmann (Kontrabass) und einer ihrer Schüler, Benedikt Wilmes (Schlagzeug).
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir kommen nun zur Verleihung des Heimat-Preises der Stadt Plettenberg. Dieser Preis würdigt das Ehrenamt in unserer Vier-Täler-Stadt.
Ehrenamt: Das Fundament unserer Stadt.
Gerade in solchen Zeiten zeigt sich, was eine Stadt wirklich stark macht. Nicht nur Geld. Sondern Zusammenhalt.
Gestiftet wird diese Auszeichnung dankenswerterweise durch das NRW-Heimatministerium und sie ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. In diesem Jahr gibt es zwei Vereine und einen Mitbürger, die diesen Heimat-Preis für das Jahr 2025 erhalten. Die Vorschläge für die Auszuzeichnenden kommen aus der Plettenberger Bevölkerung, was ich persönlich als sehr wichtig und richtig empfinde! Ein Preis von der Bevölkerung, für das Engagement aus der Bevölkerung. Hier eine Platzierung zu entscheiden, ist keine einfache Aufgabe. Der Rat der Stadt Plettenberg hat sich dies nicht leichtgemacht. Es wurde intensiv beraten, am Ende musste eine Entscheidung stehen. Verdient hätten diesen Heimat-Preis alle Menschen, die sich bei uns in so vielfältiger Weise tagtäglich ehrenamtlich engagieren, das private Leben hinten anstellen und die Dinge in die Hand nehmen und nicht nur darüber reden!
Sie, die Macherinnen und Macher aus unserer Mitte, bereichern unser Miteinander, unser Leben und unsere Stadt!
Sehe ich allein die Liste der Vereine auf den Seiten unserer Plettenberger KulTour GmbH, dann zähle ich 127 Vereine! Was eine Zahl!
Sie fördern die Künste.
Sie leben den Sport, ob mit oder ohne Sportgerät.
Sie unterstützen und stützen ihre Mitmenschen im sozialen Bereich.
Sie setzen sich für den Tierschutz ein.
Sie lassen Musik und ihre Stimmen erklingen.
Sie vermitteln und teilen ihren Glauben.
Sie erkunden, hegen und pflegen die Natur, in Flora und Fauna, ob an Land oder in Gewässern.
Sie halten die heimischen Traditionen hoch.
Sie vereinen die verschiedenen Kulturkreise unserer Bevölkerung.
Sie stärken die Familien, die Kinder in unserer Mitte.
Sie achten auf die Gesundheit ihrer Mitmenschen und damit unserer Gesellschaft.
Sie fördern Menschen und Projekte.
Sie organisieren Großveranstaltungen und Nachbarschaftsfeste.
Sie koordineren die Vereine bei uns.
Sie sorgen für unsere Sicherheit.
Und ja, Sie begleiten auch Menschen am Lebensende.
Die Vielfalt Ihres Engagements ist schwerlich in Kürze zusammenzufassen.
Der Umfang Ihres Engagements ist schwerlich zu überblicken.
Das Herzblut das hinter Ihrem Engagement steckt, dürfen wir an jedem Tag spüren!
Bitte sehen Sie mir nach, dass ich in diesem Moment nicht in der Lage bin, jeden Verein, jede Organisation, jede Interessengemeinschaft zu nennen. Was ich kann und sehr gerne tue, ist, Ihnen allen nochmals von Herzen für Ihr Engagement, Ihre Opfer, Ihren Einsatz zu danken!
Ohne Sie, sind wir nichts.
Eben hatte ich schon von der Schwierigkeit gesprochen, für den Heimat-Preis der Stadt Plettenberg eine Reihenfolge bei den Platzierungen zu finden.
Die Menschen, die wir hier heute auszeichnen, wurden aus der Bevölkerung heraus vorgeschlagen und sie haben alle diese Auszeichnung mehr als verdient! Wenn wir aber auf die wundervolle Menge der Menschen blicken, die sich hier bei uns für die Gemeinschaft ins Zeug legen, kann der Heimat-Preis immer nur ein Schlaglicht sein – aber ein sehr, sehr wichtiges! Kommen wir nun zu den drei Platzierungen, die für uns alle im Herzen auf dem ersten Platz stehen.
Beginnen wir mit einem Plettenberger, der sich in gleich mehreren Bereichen ehrenamtlich engagiert.
Ob als zweiter Geschäftsführer und Übungsleiter im Plettenberger Turnverein, Fitness-Anleiter für Senioren im Matthias-Claudius-Haus oder auch als der allseits beliebte Nikolaus in unserer Vier-Täler-Stadt.
Ich darf hier aus dem Vorschlag zitieren: „Er bringt Kinder zum Lachen, schenkt älteren Menschen Halt und Motivation, begeistert in der Halle und auf der Bühne. Und das alles ohne große Worte, aber mit großem Herzen. Er lebt genau das, was unsere Stadt ausmacht: Gemeinschaft, Zusammenhalt und Freude an der Bewegung. Sein Ehrenamt ist kein Hobby – es ist eine Lebenshaltung.“
Wenn es um die Würdigung seiner Person gehe, so würde er wahrscheinlich sagen: „Er selbst würde wahrscheinlich sagen: „Ach, Quatsch, ich mache das doch gerne.“
Ich glaube, ich darf hier auch sagen, dass der Vorschlag, aus dem die Zitate stammen, von seiner Tochter Désirée Cordt kommt. Gemeinsam mit seiner Frau Birgit und weiteren Mitstreitern bewirtschaftet er zudem das PTV-Vereinsheim. Was eine tolle Familie, was ein toller Zusammenhalt!
Es ist zudem nicht nur das „was“ er macht, sondern „wie“ er es macht. Wenn die Seniorinnen und Senioren fit gemacht werden, darf es trotzdem auch mal leckeren Kuchen geben. Er entdeckt im Urlaub in einem Eiscafé einen sogenannten „Plauder-Punkt“ für Senioren. Setzen sie sich an den Tisch, ist klar, dass sie sich gerne unterhalten möchten und Gleichgesinnte gesellen sich dazu. Die Idee trägt er nach Plettenberg und im letzten Mai, während der „Woche gegen Einsamkeit“, wird die Idee gemeinsam mit dem Senioren-Netzwerk Lebensfreude umgesetzt.
Dieser Mann ist ein Macher. Wir wollen ihn beim Namen nennen und mit dem dritten Platz beim diesjährigen Heimat-Preis der Stadt Plettenberg würdigen!
Ehre, wem Ehre gebührt, Herr Peter Opitz!
Herzlichen Glückwunsch nochmals zur Auszeichnung mit dem Heimat-Preis der Stadt Plettenberg, in diesem Fall dotiert mit 1.000 Euro! Peter Opitz!
Kommen wir nun zu einem der beiden Vereine, die heute mit dem Heimat-Preis der Stadt Plettenberg ausgezeichnet werden.
Grundsätzlich denken alle immer, dass man beim Angeln an sich lieber seine Ruhe hat, beim Auswerfen die Gedanken schweifen lässt und wartet, ob beim Spinn-Fischen Hecht, Zander, Forelle oder Barsch am selbstgebauten Kunstköder anbeißen.
Hoffentlich habe ich das einigermaßen richtig wiedergegeben! Ansonsten werde ich gleich korrigiert.
Denn als nächster Preisträger ist ein Verein dran, der viel mehr ist, als das von mir geschilderte! Es geht um den Anglerclub „Forelle“ Eiringhausen e.V.!
Viel mehr ist dieser Verein, weil er viel mehr macht, als sich mit den Mitgliedern in gebührenden Abständen entlang des Vereinsgewässers aufzustellen und die Natur zu genießen. Denn die Mitglieder des AC Forelle Eiringhausen kümmern sich bereits seit fast 90 Jahren nicht nur um das Gewässer, sondern auch um die Menschen und die Natur an sich. Ein Blick auf den Terminplan verrät, dass beispielsweise die regelmäßige Reinigung der Lenne, beziehungsweise der Ufer-Bereiche auf dem Programm steht. Weitere Arbeitseinsätze oder Nachtangeln gehören ebenso dazu. Wer aber angeln will, muss vorher büffeln. Um die Natur zu schützen und vor unsachgemäßen Eingriffen zu bewahren, organisiert der Verein Seminare zur Vorbereitung auf die Fischerprüfung.
Die Mitglieder des AC Forelle Eiringhausen wollen auch generell nicht ihre Ruhe haben und verbringen gerne Zeit mit den Menschen Plettenbergs, beispielsweise mit dem sehr beliebten und gut besuchten „Räucherfest“.
Auch hier möchte ich aus dem bei uns eingegangenen Vorschlag zitieren, weil es das hohe Engagement des Vereins einfach optimal zusammenfasst:
„Der Anglerclub „Forelle" Eiringhausen e.V. vereint in seinem Wirken ökologische Verantwortung, gesellschaftliches Engagement, Bildungsarbeit und die Pflege regionaler Traditionen auf vorbildliche Weise. Die Arbeit erfolgt vollständig ehrenamtlich und oft unter Einsatz privater Mittel, ein herausragendes Beispiel dafür, wie bürgerschaftliches Engagement unsere Heimat lebenswerter macht.“ Diesen Worten kann ich mich nur anschließen.
Daher einen herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz beim diesjährigen Heimat-Preis der Stadt Plettenberg:
Der Anglerclub „Forelle“ Eiringhausen e.V.!
Ich bitte den 1. Vorsitzenden Jörg Müller zu mir nach vorne, um den Preis entgegenzunehmen – dotiert mit 1.500 Euro.
Eine tolle Arbeit im Ehrenamt von Ihnen, vom gesamten Verein! Jörg Müller, 1. Vorsitzender des Anglerclubs „Forelle“ Eiringhausen e.V.!
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bleiben in Eiringhausen und kommen nun zu Platz 1 des Heimat-Preises der Stadt Plettenberg.
Und ich möchte eben nur betonen, dass ich – als alter Eiringhausener – keinerlei Einfluss auf die Vergabe der Preise hatte! Trotzdem freue ich mich natürlich sehr. Wieder ist es ein Verein, der über die eigene Kernarbeit hinaus ein Leuchtturm des Ehrenamts in unserer Stadt ist. Ein Verein, der die Natur lebt und so erlebbar macht. Dieser Verein wirkt sogar schon seit annähernd 100 Jahren in Eiringhausen, das Gründungsjahr ist 1928. Seitdem werden die Sieben-Meilen-Stiefel angezogen und in unserer schönen Natur gewandert. Dabei achtet der Verein darauf, dass für alle Interessierten etwas dabei ist. Die Minirunde bietet den Einstieg, bis hin zur ausgedehnten Streckentour jenseits der 15 Kilometer. Es geht auch mit dem E-Bike, dann schon mal drei Tage lang und um die 50 Kilometer weit. Natürlich wird dabei nicht allein lokal das Gelände vermessen, mitunter geht’s auch in die weiter Ferne, um der Wander-Leidenschaft zu frönen. Balve, Nordhelle, Kleinwalsertal…
Wir können im wahrsten Sinn des Wortes sagen: Da „geht“ was!
Die Kreativität wird hier ebenso hochgeschrieben. Frauenwanderungen, Hüttenabende, Hering-Stipp-Essen, Wander-Freizeiten, Maifeier samt Kranzbinden, Bärlauch-Wanderung, Besuch des Gruben-Kunst-Weges, Waffelbacken, Stammtisch-Oktoberfest… der Terminplan ist voll!
Wir müssen also keine Wander-Profis sein, um mit den Menschen hinter diesem Verein wunderbare Stunden verbringen zu können!
Und das ist sehr pfiffig, denn in der heutigen Zeit brauchen die Menschen oftmals einen gewissen Anreiz – um nicht „Tritt in den Hintern“ zu sagen – um raus in die Natur zu gehen. Wenn man dann bei solchen Veranstaltungen ins Gespräch kommt, vielleicht das eine oder andere schöne Bild einer Wanderung auf dem Handy zeigt, zum Folgen der Facebook-Seite animiert… dann begeistert man heutzutage auch junge Menschen dafür, mit den eigenen zwei Beinen die Natur zu erkunden. Und ein Glühwein-Taxi bei der Jahres-Abschluss-Wanderung hat auch nicht jeder.
Sie wissen natürlich schon längst, um welchen Verein es sich handelt: Um den Sauerländischen Gebirgesverein – Abteilung Eiringhausen e.V.!
Wenn sich die Menschen in der Natur wohl und heimisch fühlen, wenn die Waldluft das eigene Gemüt erhellt oder der Blick über die blaue Lagune bei Balve-Eisborn die Augen zum Strahlen bringt… dann möchten die Menschen diese Natur auch schützen!
Auch dafür setzen Sie sich, liebe SGVer der Abteilung Eiringhausen ein. Wie natürlich auch die vielen anderen Menschen, die sich generell beim Sauerländer Gebirgsverein hier in Plettenberg und der Region einsetzen, denen ich dafür ebenso danken möchte, weil unsere Natur unsere Seele ist.
Sie haben bei allem, was Sie tun, nicht nur die Natur im Blick, sondern auch die Natur des Menschen. Sie engagieren sich gesellschaftlich und kulturell. Ein Beispiel ist der Besuch des Gasometers in Oberhausen, wo Sie mit allen Interessierten die Ausstellung „Planet Ozean“ besuchten. Dort wurden die Wunder der Natur und die rücksichtlose Grausamkeit der Menschen gleichermaßen präsentiert.
Was ich auch sehr bemerkenswert finde, ist der Erste-Hilfe-Kurs mit Schwerpunkt „Outdoor“, der bei Ihnen über den Bezirk Unterlenne durchgeführt wurde. Hatte ich so auch noch nicht auf dem Schirm, eine tolle Aktion!
Das gilt auch für die Aktion mit Ihrer Vereins-Jugend, die vor ziemlich genau einem Jahr fleißig Fledermaus-Kästen gebastelt hat – so führen Sie die jungen Menschen an die Natur und den Naturschutz heran.
Sie gehen generell auch mit der Zeit, wenn ich mir den Bericht zum Social-Media-Lehrgang ansehe und wie Ihr Auftritt sich stetig entwickelt. Auch das gehört zu einem modernen Verein.
Sie machen das alles ehrenamtlich. Ich betone das nochmals, weil ich hier nun eine ganz schön lange Liste an Aktivitäten vorgelesen habe und noch weitermachen könnte. Ich betone das aber auch, weil Sie natürlich nicht alleine so hoch motiviert sind! Die Motivation ist bei allen Ehrenamtlern in Plettenberg so hoch!
Für Ihre enormen Leistungen, damit auch stellvertretend für die enormen Leistungen aller ehrenamtlich in Plettenberg tätigen, überreiche ich Ihnen voller Anerkennung den diesjährigen Heimat-Preis der Stadt Plettenberg, dotiert mit 2.500 Euro!
Dafür bitte ich die 1. Vorsitzende des SGV Abteilung Eiringhausen e.V. zu mir, Frau Petra Sulitze!
Die Haupt-Preisträger des Heimat-Preises der Stadt Plettenberg, für das Jahr 2025, der Sauerländer Gebirgsverein – Abteilung Eiringhausen e.V.!
Damit haben wir nun das Ende des offiziellen Teils dieses Abends erreicht. Für mich war es der erste Neujahrsempfang und ich hoffe, dass ich Ihre Zeit nicht zu lange in Anspruch genommen habe. Die Wichtigkeit des Ehrenamts in Plettenberg gebietet es allerdings, dass wir uns die Zeit dafür nehmen, das Ehrenamt gebührend zu ehren.
Ich bedanke mich bei Ihnen allen für Ihr Engagement. Sie sind das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft steht. Vielen herzlichen Dank und ich freue mich nun auf einen geselligen Ausklang mit Ihnen allen!
Zum Abschluss hören wir auch wieder wunderbare Klänge, von der Musikschule Lennetal! Applaus!