Stolpersteine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus

Mit der Verlegung von "Stolpersteinen" wendet sich seit fast 30 Jahren der Kölner Künstler Gunter Demnig in Deutschland und mittlerweile in 25 weiteren europäischen Ländern den Opfern des Nationalsozialismus zu. Mit den kleinen Gedenksteinen soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben, verschleppt, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.

Die Gedenksteine werden in das Pflaster oder den Belag des Gehwegs eingesetzt, meistens vor dem letzten frei gewählten Wohnort des NS-Opfers. Auf der Messingoberfläche des jeweiligen Steins sind der Name, die biografischen Daten, der Zeitpunkt und der Ort der Verschleppung und das weitere Schicksal des Opfers eingraviert.

In Plettenberg hat Gunter Demnig seit 2008 Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, die in Plettenberg lebten und wirkten. Bei der letzten Stolpersteinverlegung 2015 hat der Plettenberger Videoredakteur Steffen Reeder einen kurzen Film gedreht. Hier geht´s zum Film auf Vimeo.

In Plettenberg ist das Stadtarchiv für diese Form der lokalen Erinnerungskultur federführend zuständig. Es recherchiert das jüdische Leben vor Ort, initiiert die Verlegung der Stolpersteine und kümmert sich um Spenden für die Steine. Wer eine Patenschaft für einen Stein übernehmen möchte, kann sich direkt mit dem Stadtarchiv in Verbindung setzen.

Die Verlegung der nächsten Stolpersteine ist schon geplant, aber noch nicht endgültig terminiert. Voraussichtlich 2022 werden weitere Steine verlegt.

Eine Auflistung der in Plettenberg bisher verlegten Stolpersteine wurde auch auf Wikipedia veröffentlicht.

Google Übersetzer

Wetter für Plettenberg

Veranstaltungen

Lade Kalender...