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Konny spaxt mit Wirox-Schrauben aus Plettenberg

Konny Reimann auf der Baustelle seines "Haus Hamburg".
SPAX - die Schraube, ein Global Player aus Ennepetal.

Manche Produktnamen sind so einprägsam und lang vertraut, dass sie Einzug in den täglichen Sprachgebrauch erhalten. "Tempo" heißt das Taschentuch und "Uhu" der Kleber. "Tesa" ist ein Klebestreifen und dicke Filzschreiber sind, na klar: "Eddings".
Noch interessanter wird es, wenn aus den Markennamen Verben werden. Man "kärchert" die Einfahrt, "tuppert" die Reste der Bratkartoffeln ein und wenn ein Zimmermann den Dachstuhl montiert, "spaxt" er Latte für Latte und Brett für Brett zum Großen und Ganzen zusammen.

Wie Kärcher und Tupperware ist auch die Firma „SPAX“ ein Global Player und gar nicht so weit von Plettenberg zu Hause. Mit Firmensitz in Ennepetal liefert die SPAX International GmbH & Co. KG ihre Schrauben über den gesamten Globus. Besonders viele Schrauben gingen dabei in den vergangenen Jahren nach Texas zu Konny Reimann. Der Auswanderer aus Hamburg ist einer großen Fernseh-Gemeinde gut bekannt und machte vor allem durch seine spektakulären und selbstgebauten Eigenheim-Kreationen von sich reden. Sein "Haus Hamburg" in Gainsville (Texas) besteht komplett aus Holz und wird von tausenden SPAX-Schrauben zusammengehalten – inklusive Holz-Leuchtturm. Mittlerweile sind die Reimanns nach Hawaii umgezogen. Doch auch dort  friemelt und baut Konny weiter vor sich hin, dabei dürfen SPAX-Schrauben natürlich nicht fehlen.

Das Stammhaus von SPAX, die Firma "Altenloh, Brink und Co." (ABC) in Ennepetal früher ...
... und heute.
Patentiert: Der Wellenschliff der SPAX-Schraube.
Schrauben nach der Galvanisierung.

Mit der 4CUT-Spitze ohne Bohren ins Holz

Neben dem patentierten Wellenprofil der berühmten Holzschrauben mit "Multikopf" und "4CUT-Spitze" ist es vor allem die Qualität, die den Erfolg der Marke ausmacht: "Die Entwicklung der SPAX begann Ende der 60er Jahre", erklärt Stephan Alberts, Senior Marketing Manager bei SPAX. "Damals kamen die ersten Spanplatten auf den Markt und diese sollten möglichst ohne Vorbohren befestigt werden." Die Firma "Altenloh, Brink & Co." (ABC) in Ennepetal fertigte schon seit den Anfängen des 19. Jahrhunderts Schrauben. Im Jahr 1967 folgte die Einführung der "SPAX" Universalschraube mit Kreuzschlitz, der Rest ist Geschichte. Und diese Geschichte wird fortgeschrieben. Und zwar mit Plettenberger Beteiligung!

Von den vielen Milliarden SPAX Schrauben, die jedes Jahr in Ennepetal aus Draht gestaucht, gewalzt und gehärtet werden, treten gut 65 Prozent eine kurze, aber entscheidende Reise in die Vier-Täler-Stadt an. Denn hier im Industriegebiet Köbbinghausen sitzt die Firma WIROX. Der galvanische Betrieb ist ein Joint Venture von SPAX International und der WHW Hillebrand Gruppe aus Wickede (Ruhr).
Das "X" im Namen WIROX verdeutlicht die nahe Verwandtschaft zu "SPAX".
Bei WIROX in Plettenberg werden jährlich 6800 Tonnen Material im 3-Schicht-Betrieb veredelt. Es sind ausschließlich Holzschrauben von SPAX, die als Schüttware durch die einzelnen Stufen der Galvanik gefahren werden. "Die Schrauben erhalten hier ihren letzten Schliff", so Dr. Martin Kurpjoweit, Geschäftsführer bei WHW Hillebrand: "Der blanke Stahl wird in der Galvanik mit einer dünnen Zinkschicht von circa 10 µm vor Korrosion geschützt. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 50 µm dick." Das sind circa 0,050 Millimeter.

Eine neue Galvanik für den ehemaligen Vollmerhaus-Standort in Köbbinghausen

Produktion bei WIROX in Köbbinghausen.
65 Prozent der bei SPAX produzierten Schrauben werden in Plettenberg veredelt.

Die moderne Galvanik von WIROX ist erst seit einigen Jahren in Betrieb und wurde dort aufgebaut, wo zuvor die galvanischen Becken der Firma Vollmerhaus standen. Der Oberflächenveredler Vollmerhaus stellte 2012 nach gut 60jähriger Firmengeschichte den Insolvenzantrag. Der Vollmerhaus-Standort in Köbbinghausen (erbaut 2001) wurde so das Zuhause für WIROX, die zunächst umfangreich auf- und umräumen mussten, bevor die neue Galvanik 2012 dort aufgebaut werden konnte.

Marcel Fahrenstück ist Betriebsleiter bei WIROX und weiß, dass die galvanische Veredelung in Plettenberg entscheidend ist für den Erfolg der Schrauben: „Durch die Beschichtung erlangen die SPAX-Schrauben nicht nur ein hohes Maß an Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Das patentierte Wellenprofil der Schrauben erhält durch den Zinkauftrag und den anschließenden Vorgang des  Passivierens auch seine besonderen Oberflächeneigenschaften und Gleitfähigkeit.“
Nach dem Passivieren werden die Schrauben gereinigt und getrocknet, bevor sie zurück nach Ennepetal gehen. Dort werden sie in den bekannten grünen Kartons in unterschiedlichen Stückzahlen verpackt und in alle Welt geschickt.

Ob Konny Reimann schon einmal in Plettenberg war, ist nicht sicher. Die von ihm empfohlenen SPAX Schrauben in unseren Baumärkten und aus dem Handwerkerbedarf sind jedoch schon alte Bekannte, wenn sie bei uns in den Regalen stehen. Den Weg nach Plettenberg haben sie zu diesem Zeitpunkt schon zweimal gemeistert und finden ihren endgültigen Einsatzort in Dachstühlen, Gartenhütten, beim Innenausbau oder wenn zu Hause mal eine Diele knarzt.

Von links: Dr. Martin Kurpjoweit (Geschäftsführer bei WHW Hillebrand), Marcel Fahrenstück (Betriebsleiter bei WIROX), Stephan Alberts (Senior Marketing Manager bei SPAX) und Konny Reimann. Foto: St. Reeder

KONTAKT:

WIROX Oberflächentechnik GmbH & Co. KG


Adam-Opel-Straße 6
58840 Plettenberg

Tel: +49 2391 6093-400
Fax: +49 2391 808-141
Homepage: www.wirox.de
E-Mail: info(at)wirox.de

Produktion bei Wirox in Köbbinghausen.

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