Ein Produkt, das läuft und läuft und läuft!

Peter Winkemann mit seinem "Dauerbrenner": Der Kurbelwellenscheibe.
Kurbelwellenscheibe

Wenn ein und das selbe Automobil-Bauteil über 50 Jahre in der gleichen Qualität in einem Plettenberger Betrieb gefertigt wird und auch weiterhin die Nachfrage danach Bestand hat, dann spricht das entweder für die gute Qualität des Bauteils oder aber für die gute Qualität des dazugehörigen Fahrzeugs. In diesem Fall sind es beide Faktoren, die unser PRODUKT DES MONATS erfüllt.

Die Firma „Ruwip Stanztechnik“ in Plettenberg produziert seit ihrer Gründung durch Rudolf Winkemann im Jahre 1952 im Stammbetrieb am Lehmweg im Elsetal. Sein Bruder Adolf Winkemann betrieb dort zuvor eine Zwieback-Bäckerei. Er fiel jedoch im Zweiten Weltkrieg und Rudolf Winkemann, bis dahin Kaufmann bei einer örtlichen Gesenkschmiede, bemühte sich, den Betrieb im später hart umkämpften Zwieback-Geschäft am Leben zu erhalten.
Als für ihn absehbar wurde, daß sich der Zwieback-Markt konsolidieren und die kleinen Manufakturen das Nachsehen haben würden, betrat Rudolf Winkemann Neuland. Er entschied sich für eine Sparte, von der er sich eine dauerhafte und weitreichende Perspektive erhoffte und begann mit der Produktion von Stanzteilen. Gemeinsam mit seinem Sohn Heinz Winkemann startete er vom Nullpunkt und baute den Betrieb in mühevoller Arbeit auf.
Eine weise Entscheidung. Während die Zwieback-Manufakturen heute alle verschwunden sind, haben Stanzteile aus Plettenberg immer noch Zukunft.

Zahnriemen-Scheiben ohne und mit der wichtigen Diamantbeschichtung.
Diamantscheiben

Das PRODUKT DES MONATS, um das es hier geht, ist nur ein Beispiel für die hohe Präzision, die im Stanzbetrieb am Lehmweg seit Beginn an eine wichtige Rolle spielt. Der Betrieb wird heute in dritter Generation von Diplom-Ingenieur Peter Winkemann geführt. Gefertigt werden Stanzteile für die Automobilindustrie, für landwirtschaftliche Geräte, aber auch in der Transportgeräte- und Verpackungsindustrie sind Ruwip-Teile zu finden. Gestanzt werden Teile von 0,05 bis 8 Millimeter, rund 750 unterschiedliche Produkte sind im Programm.
Unser PRODUKT DES MONATS hat es nicht leicht. An seinem Einsatzort ist es recht eng und dunkel, außerdem geht es dort "richtig rund". Es handelt sich um die Kurbelwellenscheibe des VW-Käfers!

1966 "angelte" sich Betriebsgründer Rudolf Winkemann einen Auftrag für diese Ikone des deutschen Automobilbaus. Seither sorgt die unscheinbare Scheibe aus Plettenberg in den Boxermotoren von Käfer, Typ 3, "Fridolin" und frühen VW-Bussen dafür, dass deren Maschinen laufen, laufen und laufen. Und so wird diese Scheibe am Lehmweg auch weiter produziert und produziert und produziert ...

Natürlich verlangt die Fertigung eines solch lange etablierten Bauteils weitaus weniger KnowHow und Präzision als moderne Komponenten. Doch auch in diesem Bereich mischt Ruwip erfolgreich mit. Mit 0,13 Millimeter Stärke werden am Lehmweg beispielsweise "Diamantscheiben" hergestellt, die in 1,9- und 2,5-Liter-Diesel-Motoren dafür sorgen, dass deren gewaltige Drehmomentkräfte gebändigt werden können. Auf den Scheiben befindet sich feiner Diamantstaub, der eine höhere Kraftübertragung ermöglicht. Im Fahrzeug sitzen diese Bauteile mit auf der Achse der Zahnriemenscheibe und fungieren im Grunde wie eine "Mini-Kupplung". So sorgen Ruwip-Teile auch weiter dafür, daß mit Qualität aus Plettenberg alles läuft und läuft und läuft.

Diplom-Ingenier Peter Winkemann mit einem Stanzteil für die Produktion von Schubkarren. Fotos: St. Reeder
Peter Winkemann

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