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Mehr zum Projekt "plettenberg erzählt"
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Ein Produkt, das jeder schon einmal in der Hand gehabt hat

Endkontrolle des fertig montierten ZVA im Werk 2 in Köbbinghausen. Foto: St. Reeder

Zu den Produkten des Monats muss man in Plettenberg unbedingt auch das ZVA- das „Zapfventil Automatik“ der Firma Elaflex Hiby zählen. Die Erfolgsgeschichte diese Produktes hat der Stadtmarketing Plettenberg e.V. im Buch „plettenberg erzählt“ dokumentiert. Lesen Sie hier Auszüge daraus.


Jeder Autofahrer hat schon einmal ein Produkt von Elaflex Hiby Tanktechnik in der Hand gehabt: das weltweit bekannte, automatische „Automatic-Zapfventil ZVA“ wird in Plettenberg hergestellt.
Weltweit entscheiden sich Ölgesellschaften, Erstausrüster und Servicefirmen für die innovativen Plettenberger Ventile, die durch Bedienerfreundlichkeit, hohe Durchflussleistung und große Zuverlässigkeit punkten.

Das erste Zapfventil fertigte die Firma Hiby im Jahre 1952. Dass man damit einen weltweiten Exportschlager schaffen würde, war nicht abzusehen. Wer fuhr denn damals schon ein Auto?
Aber die Zahl der Autos stieg in den Folgejahren immer weiter an, mit ihnen die Zahl der Tankstellen, die nach den Ventilen aus Plettenberg verlangten. Heute ist das „Zapfventil Automatik“ aus Plettenberg auf der ganzen Welt zu Hause – von Neuseeland über Japan bis nach Süd-Afrika.

Vor gut 50 Jahren fertigte die Plettenberger Firma Hiby sehr viele Bauteile für die Bundesbahn: Dampfpfeifen, Dampfstrahlpumpen oder Absperrschieber in großer Stückzahl.  Auch für die Ausstattung von Feuerwehren wurden Armaturen gegossen, zum Beispiel für Standrohre.
Ihrem tadellosen Ruf als Zulieferer war es wohl zu verdanken, dass Anfang der 50er Jahre der Zapfsäulenhersteller „Scheid und Bachmann“ aus Mönchengladbach an die Werksleitung heratrat.  Immer mehr Mopeds und Autos fuhren zu dieser Zeit auf den Straßen. Und sie alle brauchten Kraftstoff. Die Firma Hiby sollte für sie ein neues Zapfventil entwickeln.
Das „Universal“-Ventil wurde ab 1952 hier an der Grünestraße erfolgreich gebaut, bis der Ruf der Mineralölfirmen nach einem automatischen Zapfventil lauter wurde. Die Automatik sorgt dafür, dass das Ventil abschaltet, sobald der Tank voll ist.
1955 stellte Hiby das automatische Zapfventil „Unimatik“ vor, dessen Produktion von 1957 bis 1961 an der Grünestraße lief.

Das ZVA ist nur ein Produkt von vielen: Die Plettenberger Spezialisten verfügen über große Erfahrung im Aluminium-, Bronze und- Rotguss. Gemeinsam mit den Kunden entwickelt Elaflex Hiby zukunftsorientierte Lösungen. Foto: hiby.de

Zur selben Zeit arbeitete aber auch die Hamburger Firma Elaflex, eine Vertriebsgesellschaft für Tankschläuche, an der Entwicklung eines neuen automatischen Zapfventils. Beide Firmen arbeiteten seit Anfang der 50er Jahre eng zusammen. Die gemeinsamen Interessen bestanden also seit längerer Zeit.
Die Pläne der Hamburger basierten auf einer etwas kleineren Bauweise, als die des Plettenberger Ventils. Auf dieser Grundlage wurde das neue, gemeinsame automatische Zapfventil entwickelt. Die erste Zeichnung dafür war bereits im Januar 1962 fertig,  die Produktion begann wenig später.
Der Name für das neue Ventil war schnell gefunden: ZVA, „Zapfventil Automatik“.

Bis heute ist die Herstellung des ZVA eine komplizierte Sache. Es wird im Sandgussverfahren hergestellt. Seine Innenkontur erhält das Ventil hierbei durch einen gepressten Kern aus Sand, der mit in der Gussform steckt. Die Herstellung dieser Sand-Kerne erwies sich in den Anfangsjahren als sehr kompliziert. Das Ventil ist aufgrund der dünnen Kanäle, die ausgespart werden müssen, ein schwieriges Produkt und war am Anfang kaum herstellbar.
Das Verfahren ist jedoch dem Druckgussverfahren bis heute überlegen, da keine festen Bestandteile in der Form stecken, die nach dem Gussvorgang wieder heraus müssen. Beim Sandgussverfahren rieselt lediglich der Sand wieder heraus und der Ventilkörper ist fertig – gegossen in nur einem Stück. So sind die ZVA standfester, Reparatur freundlicher, zuverlässiger und auch sicherer im Einsatz.

Durch moderne Fertigungsverfahren, wie sie beispielsweise im CNC gesteuerten Bearbeitungszentrum im Werk 2 in Köbbinghausen zum Einsatz kommen, hat die Firma Elaflex Hiby bis heute ihren technischen Vorsprung deutlich ausgebaut. Das ZVA ist heute auf dem neuesten Stand und Zapfventile aus Plettenberger Fertigung findet man mittlerweile in fast allen Ländern dieser Welt.

Einblick in die "Kernmacherei". Hier werden die Sandkerne für das Sandgussverfahren gefertigt. Foto: hiby.de
Die Gießerei der Firma Elaflex Hiby an der Grünestraße in Plettenberg. Foto: hiby.de

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