Indirekteinleiter

Gewerbebetriebe, die vorbehandlungspflichtiges Abwasser in den öffentlichen Kanal einleiten, nennt man Indirekteinleiter. Abwasser aus industrieller Nutzung ist oft produktionsbedingt mit wassergefährdenden Stoffen verunreinigt und muss vor Einleitung in die Kanalisation behandelt werden. Andernfalls könnten Schwermetalle, Öle oder andere giftige Stoffe Schäden an den Kanalleitungen verursachen, den Betrieb der Kläranlage behindern und im schlechtesten Fall ungeklärt in ein Gewässer gelangen. Es ist daher besonders wichtig, diese gefährlichen Stoffe bereits dort zurückzuhalten, wo sie anfallen, bei dem sogenannten Indirekteinleiter.

Bundesweit wurde eine Abwasserverordnung (AbwV) erlassen, die spezielle Anforderungen für die unterschiedlichen Gewerbearten festlegt, wie das Abwasser vorzubehandeln ist. In den Anhängen dieser Verordnung sind für jeden Bereich spezielle Verfahren nach dem Stand der Technik aufgeführt, nach denen das Abwasser vorgereinigt werden muss.

Die Einleitung und die Vorbehandlung von Abwasser mit gefährlichen Stoffen sind genehmigungspflichtig und bedürfen der vorherigen Prüfung und regelmäßigen Überwachung durch die zuständigen Genehmigungsbehörden. Für Plettenberg sind dies zum einen der Märkische Kreis und zum anderen die Bezirksregierung Arnsberg. Die Stadt Plettenberg erhält die wasserrechtlichen Anträge der Indirekteinleiter jedoch zur Stellungnahme und kann ergänzend Hinweise oder Auflagen in den Genehmigungsbescheid der Behörden einfließen lassen. Die Stadt Plettenberg selbst ist keine Vollzugsbehörde.

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