Die Leitlinien der Bezirkssozialarbeit

Gesetzlicher Auftrag der Jugendämter / Bezirkssozialarbeit

Die Aufgaben der Jugendhilfe sind im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) geregelt. Oberster Auftrag der Jugendhilfe ist es, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern.
Die Leistungen und Aufgaben der Jugendhilfe werden gemeinsam von freien Trägern und vom Jugendamt erbracht. Nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz trägt das Jugendamt in doppelter Weise die Gesamtverantwortung:

Sicherstellung der Infrastruktur:
Das Jugendamt ist dafür verantwortlich, dass in der jeweiligen Stadt beziehungsweise dem Kreis genügend gut erreichbare Angebote der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung stehen. Die Angebote können durch freie Träger oder durch das Jugendamt selbst erbracht werden.

Gewährleistungsverantwortung:
Kinder, Jugendliche und Familien haben Ansprüche und Rechte. Das ist vorrangig das Recht auf Entwicklungsförderung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Weitere Rechte sind zum Beispiel das Recht auf Schutz vor Gefährdungen, das Recht auf einen Kindergartenplatz und das Recht auf Beteiligung.

Das Jugendamt garantiert, dass die Rechtsansprüche erfüllt und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden, auch wenn ein konkretes Angebot wie zum Beispiel Erziehungsberatung von einem freien Träger durchgeführt wird.

Die Leitlinien der Bezirkssozialarbeit sind:

Alltagsorientierung: Kinder, Jugendliche und Familien werden in ihren sozialen
Zusammenhängen gesehen; der Blick richtet sich vor allem auf ihre Stärken und
Kompetenzen. Fachkräfte sind Partner bei der Suche nach Lösungen in
Problemsituationen.

Partizipation: Kinder, Jugendliche und Familien werden in ihrer Fähigkeit gestärkt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Entsprechend bedeutsam sind Möglichkeiten der Beteiligung, Mitbestimmung und der Teilhabe, auch bei der Planung von Angeboten oder Hilfen.

Prävention: Durch ein kinderfreundliches Umfeld und Hilfeangebote für besondere Lebenssituationen, wie zum Beispiel Trennung und Scheidung, wird Krisen und Konflikten möglichst vorgebeugt.

Regionalisierung/Dezentralisierung: Angebote und Hilfen werden in die
Infrastruktur vor Ort eingebettet, so sind sie für Kinder, Jugendliche und Familien leicht erreichbar und zugänglich.

Die tägliche Arbeit der Fachkräfte in den Jugendämtern / Bezirkssozialarbeit ist bestimmt durch:
Aushandeln: Lösungen im Dialog mit Kindern, Jugendlichen und Eltern entwickeln.

Einmischen: Anwaltsfunktion für Kinder, Jugendliche und Familien übernehmen.

Vernetzen: Angebote und Vorgehensweisen werden mit anderen Handlungsfeldern, wie zum Beispiel Gesundheitswesen, Schulen und Jobcentern, koordiniert und abgestimmt

Evaluieren: die Wirkungen beruflichen Handelns systematisch erfassen, bewerten und verbessern

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