Bürgermeisterrede beim Spatenstich zur Innenstadtsanierung

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Vertreter von Rat und Verwaltung,

ich begrüße Sie recht herzlich hier und heute zum offiziellen Spatenstich im Rahmen unserer Innenstadtsanierung und freue mich, dass sie so zahlreich hier erschienen sind. Insbesondere freue ich mich, dass einige Bürgerinnen und Bürger an dieser Veranstaltung teilnehmen.

Wir haben diesen Spatenstich bewusst nicht als großen Festakt, sondern als kleine Veranstaltung ausgerichtet. Zum einen hat die Innenstadtsanierung schon vor einigen Wochen mit der Herstellung der Fußwege um die neue LWL-Tagesklinik begonnen. Damals haben wir auf einen Spatenstich verzichtet, weil dieser Bereich in den Köpfen der Bürger eigentlich nicht zu Innenstadt gehört. Erst jetzt beginnen die Arbeiten in der eigentlichen Innenstadt.

Zum anderen ist eine kleine Veranstaltung ein Zeichen dafür, dass wir nun endlich vorankommen wollen und uns nicht mehr mit viel Gerede aufhalten wollen. Der Weg bis hierhin war lang. Am Anfang stand die Idee von Ratsfrau Martina Reinhold, nicht nur die Lampen in der Innenstadt auszutauschen, sondern die gesamte Innenstadt zu sanieren. Nach vorbereitenden Arbeiten folgte ein Planungswettbewerb, den das Büro bbz mit seinem Entwurf für sich entschied. (Vertreter) Wie der Name es schon sagt, es war ein Entwurf. Dieser wurde sowohl in Sitzungen des Planungsausschusses und des Rates als auch in Bürgerversammlungen angepasst.

Hervorzuheben ist dabei insbesondere die Veränderung der Zahl der zu fällenden Bäume im Rahmen der Bürgerproteste und der anschließenden Gespräche. All diese Veränderungen mündeten dann in einem Beschluss des Rates über die Entwurfsplanung in seiner Sitzung am 30.01.2018. BuLA und Planungsausschuss fassten dann am 04.12.18 in einer gemeinsamen Sitzung den Baubeschluss und der Bauauftrag wurde vom Rat in seiner Sitzung am 30.04.2019 erteilt.

Wie gesagt, der Weg bis hierhin war lang und der Weg, der vor uns liegt, ist es auch. Wir haben mit der Firma Boymann ein gutes und versiertes Unternehmen für die Bauarbeiten gewinnen können, deren Bauleiter Herrn Hölscher und den Polier Herrn Bäumker ich hier auch begrüße. Firma Boymann hat bereits Maßnahmen dieser Größenordnung erfolgreich umgesetzt. Auch wenn damit ein baulich gutes Ergebnis zu erwarten ist, so kann die Firma Boymann doch nicht hexen. Es wird also bis ins nächste Jahr hinein viele Monate dauern, bis wir von dem Punkt, an dem wir hier jetzt stehen über den Alten Markt die Wilhelmstraße hinauf den Maiplatz erreichen werden. Erst danach können wir uns dann dem Kirchplatz und auch dem Maiplatz zuwenden.

Die lange Bauzeit gibt der Verwaltung die Möglichkeit, in Ruhe weitere Abstimmungen mit Anliegern durchzuführen, das Fontänenfeld am Alten Markt und die Fontänenhüpfer in der Wilhelmstraße in die Planungen einzuarbeiten sowie Zahl und Standorte von Mülleinhausungen und Spielgeräten zu planen. Wie gesagt, wurde der Beschluss zur Entwurfsplanung wurde schon am 30.01.2018 im Rat gefasst. Wer dann heute noch ein Gesamtkonzept für die Innenstadtsanierung fordert und den Baubeginn in Frage stellt, muss sich vom Bürger ernsthaft fragen lassen, warum und wofür er und seine Fraktion am 30.01.2018 eigentlich abgestimmt haben.

Zum Stichwort Fontänen: Ich erinnere mich an einen Zeitungsartikel, in dem darauf hingewiesen wurde, dass die Stadt Attendorn 30 Millionen für ihre Innenstadtsanierung investieren will, während es in Plettenberg „nur“ 8 bis 10 Millionen sein werden. Unterschwellig wurde also unterstellt, wir täten nicht genug. Heute werden die Ausgaben in Frage gestellt, weil wir 635.000 € für Wasserspiele ausgeben wollen – wir sollen lieber sparen. Was verbirgt sich aber hinter diesen 635.000 €? Das ist das Fontänenfeld auf dem Maiplatz, das von Anfang an im Entwurf enthalten war und das auf den Bürgerversammlungen große Zustimmung erhalten hat. Dieses Fontänenfeld stand nie zur Debatte. Das ist ebenso der Vier-Täler-Brunnen, der seitlich versetzt und wieder in die ursprüngliche bodennahe Form, wie sie Peter-Wilhelm Klassen erdacht hatte, gebracht werden soll. Auch dieser Brunnen stand nie zur Debatte.

Während der Diskussionen über den Planentwurf entstand im Rat der Wunsch, auch auf dem Alten Markt ein Fontänenfeld zu installieren. Auch dies wurde positiv von der Bevölkerung aufgenommen. Im Rahmen der Kostenberechnung wurde klar, dass die ursprüngliche Kostenschätzung dafür deutlich überschritten wird. Die Verwaltung hat daher in Rücksprache mit den Fraktionsvorsitzenden das Fontänenfeld am Alten Markt zunächst zurückgestellt und bbz gebeten, Alternativen zu entwickeln. Dies waren die sogenannten Fontänenhüpfer, die uns vor kurzem vorgestellt wurden. Diese Fontänenhüpfer fanden zwar grundsätzlich Anklang, wurden aber nicht als vollwertige Alternative angesehen. Also hat der Rat mehrheitlich entschieden, es bei der ursprünglichen Planung mit dem Fontänenfeld auf dem Alten Markt zu belassen. Zusätzlich hat die Verwaltung den Auftrag erhalten, Standorte für zwei Fonänenhüpfer in der Innenstadt zu suchen. Gegenüber der ursprünglichen Planung und Kostenberechnung handelt es sich also um die zusätzliche Installation von zwei Fontänenhüpfern im Gegenwert von etwas über 31.000 €.

Neben der Firma Boymann wird diese Baumaßnahme auf Seiten der Stadt Plettenberg von den städtischen Bauleitern Nick Skrypek und Franco Murgia betreut. Beide sind erfahrene Mitarbeiter, die schon viele Straßen gebaut und Kanäle in die Erde gebracht haben. Die Zusammenarbeit der beiden mit der Firma Boymann ist gut angelaufen und ich sehe uns hier gut aufgestellt.

Pünktlich zum Spatenstich hat die Stadt Plettenberg heute morgen auch die Informationswebsite freigeschaltet. Wie wir erfahren haben konnten es einige nicht abwarten und haben es schon am Wochenende versucht, die Seite zu erreichen. Unter www.innenstadt-plettenberg.de können sich Bürgerinnen und Bürger zukünftig über den Baufortschritt und die Planungen informieren. Für Einzelfragen stehen darüber hinaus der Bauleiter der Firma Boymann und die beiden städtischen Bauleiter zur Verfügung.

Bevor es während der Bauphase zu Irritationen kommt, weise ich schon mal darauf hin, dass die Firma Boymann im Regelfall nur von Montag bis Donnerstag hier in Plettenberg arbeiten wird, dafür aber an jedem dieser Tag umso länger. Am Freitag und am Samstag ruhen die Arbeiten und die auswärtigen Mitarbeiter können zu ihren Familien fahren. Für die Innenstadt hat das den Vorteil, dass am Wochenende kein Baulärm und kein Dreck durch die Straßen ziehen. Für Einkauf und Gaststättenbesuch sicherlich ein positiver Aspekt, denn die Baumaßnahme hat ja das Ziel, mehr Leben in die Fussgängerzone zu bringen und so den Handel zu stärken und nicht ihm durch offene Gräben, Matsch und lautes Getöse die Kunden zu vergraulen.

Bedanken möchte ich mich hier bei allen Mitarbeitern, beteiligten Unternehmen und sonstigen Personen, die das Vorhaben „Innenstadtsanierung“ bis zu diesem Punkt gebracht haben. Danke auch an das Team der Plettenberger KulTour GmbH, das uns heute hier unterstützt.

Spatenstich zur Innenstadtsanierung

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